Messaufnahmen und Messvorrichtungen schaffen die Voraussetzung für reproduzierbare Messungen in der Serienfertigung.
Sie übernehmen die definierte Aufnahme, Ausrichtung und Positionierung von Bauteilen im Raum und schaffen so die Voraussetzung für sichere und vergleichbare Messergebnisse – unabhängig vom eingesetzten Messsystem.
Die eigentliche Messaufnahme ist dabei Bestandteil der Messvorrichtung und sorgt für die stabile, wiederholgenaue und lagegerechte Aufnahme des Bauteils.
Entscheidend ist nicht nur das Messsystem, sondern vor allem die definierte Spann- und Bezugssituation, in der das Bauteil fixiert und positioniert wird.
Nicht das Messsystem allein entscheidet über sichere Messergebnisse, sondern die definierte Aufnahme, Positionierung und Fixierung des Bauteils. Wir entwickeln Messaufnahmen für taktile, optische und scannende Messverfahren – abgestimmt auf Bauteil, Prüfmerkmal und Einsatz im Prozess.
Nur wenn Lage, Auflage und Bezugssystem klar definiert sind, lassen sich Messungen sicher und reproduzierbar durchführen.
Messaufnahmen für reproduzierbare Messergebnisse
Messvorrichtungen stellen sicher, dass Bauteile eindeutig positioniert und unter gleichen Bedingungen gemessen werden können.
Die definierte Aufnahme und Ausrichtung im Raum bildet die Grundlage für belastbare und vergleichbare Messergebnisse im Serienprozess.
Spannkräfte und Kraftrichtungen werden gezielt so ausgelegt, dass Bauteile lagegerecht fixiert und stabil gehalten werden – ohne Verzug oder Verfälschung der Messergebnisse.
Je nach Bauteilgeometrie und Flexibilität werden zusätzliche Stützpunkte eingesetzt, um eine sichere und reproduzierbare Lagerung zu gewährleisten.
So entsteht eine definierte Messsituation, in der Bauteil, Aufnahme und Messsystem eindeutig aufeinander abgestimmt sind.
Die Bauteilaufnahme wird auf Messaufgabe, Bauteilgeometrie und Messverfahren abgestimmt – vom Koordinatenmessgerät über optische Messsysteme bis hin zu 3D-Scannern.

Wann wird eine Messaufnahme benötigt?
Messaufnahmen kommen überall dort zum Einsatz, wo Bauteile für die Messung eindeutig und reproduzierbar positioniert werden müssen.
Typische Anwendungsfälle:
- schwankende Messergebnisse trotz gleicher Messbedingungen
- flexible oder verzugsanfällige Kunststoffbauteile
- optische Messungen und 3D-Scans Serienanlauf neuer Bauteile
- Messungen auf unterschiedlichen Messsystemen
- Vergleich von Messergebnissen zwischen Fertigung, QS und Lieferanten
Je komplexer die Geometrie oder je höher die Qualitätsanforderungen, desto wichtiger wird eine definierte und reproduzierbare Bauteilaufnahme.
Nicht jede Messaufnahme muss komplex sein
Die beste Messaufnahme ist nicht zwangsläufig die aufwendigste.
Entscheidend ist, dass Bauteil, Messaufgabe und Messverfahren sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.
Wir entwickeln Messaufnahmen für einfache manuelle Prüfungen ebenso wie für automatisierte Messprozesse – immer mit dem Ziel, reproduzierbare Messergebnisse wirtschaftlich umzusetzen.
Messaufnahmen für unterschiedliche Anwendungen
Jede Messaufgabe stellt andere Anforderungen an Bauteilaufnahme, Bezugssystem und Messverfahren. Deshalb wird die Messaufnahme auf Bauteilgeometrie, Prüfmerkmale und den späteren Einsatz im Messprozess abgestimmt.
Typische Anwendungen sind:
- Messaufnahmen für optische Messsysteme und 3D-Scanner
- Messaufnahmen für Koordinatenmessgeräte (KMG) und Messarme
- Messaufnahmen für Kunststoff-, Glas-, Schweiß- und Gussteile
- RPS-Aufnahmen zur reproduzierbaren Bauteilpositionierung
- Modulare Wechselaufnahmen für wiederkehrende Messaufgaben
Ziel ist immer eine stabile und reproduzierbare Bauteillage – unabhängig davon, ob taktil gemessen, optisch geprüft oder gescannt wird.
Messaufnahmen für optische Messsysteme und 3D-Scans
Bei optischen Messsystemen und 3D-Scannern ist eine definierte Bauteilpositionierung entscheidend.
Bereits geringe Lageabweichungen können Messergebnisse beeinflussen und Vergleichbarkeit erschweren.
Messaufnahmen sorgen für:
- reproduzierbare Bauteillage
- definierte Bezugssysteme
- schnelle Wiederholungsmessungen
- stabile Prüfprozesse
Geeignet für:
- GOM
- ATOS
- Keyence
- ScanBox
- weitere optische Messsysteme
Messaufnahmen für Koordinatenmessgeräte (KMG) und Messarme
Bei taktilen Messungen mit Koordinatenmessgeräten oder Messarmen ist eine frei zugängliche und wiederholgenaue Bauteilaufnahme entscheidend. Die Messaufnahme muss so ausgelegt sein, dass alle relevanten Merkmale sicher erreichbar sind und das Bauteil stabil in der definierten Lage gehalten wird.
Wichtig sind dabei:
- definierte Bezugspunkte
- gute Zugänglichkeit für Taster und Messarm
- abgestimmte Auflage- und Spannpunkte
- geringe Verformung des Bauteils
- wiederholgenaue Positionierung bei Serienmessungen
So entstehen Messaufnahmen, die belastbare Messergebnisse ermöglichen und sich sicher in bestehende Messprozesse integrieren lassen.
Messaufnahmen für Kunststoff-, Glas-, Schweiß- und Gussteile
Jeder Werkstoff stellt unterschiedliche Anforderungen an die Messaufnahme. Während Kunststoffbauteile durch Verzug oder Elastizität beeinflusst werden können, erfordern Schweißbaugruppen und Gussteile häufig eine definierte und spannungsarme Lagerung. Auch Glasbauteile oder Baugruppen mit empfindlichen Oberflächen benötigen speziell angepasste Auflage- und Spannkonzepte.
Deshalb entwickeln wir Messaufnahmen individuell für Bauteil, Werkstoff und Messaufgabe. Ziel ist eine reproduzierbare Positionierung, ohne das Bauteil zu verformen oder die Messergebnisse zu beeinflussen.
Je nach Anwendung werden Auflagepunkte, Spannkräfte und Bezugssysteme so ausgelegt, dass stabile und vergleichbare Messergebnisse im Serienprozess gewährleistet sind.
RPS-Messaufnahmen zur reproduzierbaren Bauteilpositionierung
Im Automotive-Bereich und bei komplexen Bauteilen bilden RPS-Bezugspunkte (Reference Point System) die Grundlage für reproduzierbare Messungen. Nur wenn das Bauteil bei jeder Messung identisch positioniert wird, lassen sich Messergebnisse sicher vergleichen und bewerten.
RPS-Messaufnahmen werden so entwickelt, dass die definierten Bezugspunkte präzise aufgenommen und das Bauteil spannungsarm gelagert wird. Dadurch entstehen stabile Messbedingungen – unabhängig vom eingesetzten Messsystem.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Serienanläufe neuer Bauteile
- Erstbemusterungen (EMPB/PPAP)
- Serienmessungen Vergleichsmessungen zwischen Lieferant und OEM
- Messungen auf KMG, Messarm oder optischen Messsystemen
Je nach Bauteilgeometrie werden Auflage-, Spann- und Bezugselemente individuell ausgelegt, um eine reproduzierbare Bauteillage und belastbare Messergebnisse sicherzustellen.
Modulare Wechselaufnahmen für wiederkehrende Messaufgaben
Werden unterschiedliche Bauteile auf demselben Messsystem geprüft, bieten modulare Wechselaufnahmen erhebliche Vorteile. Durch standardisierte Schnittstellen können verschiedene Messaufnahmen schnell und reproduzierbar gewechselt werden, ohne das gesamte Messsystem neu einzurichten.
Dadurch lassen sich vorhandene Messsysteme effizient für unterschiedliche Bauteile nutzen und Rüstzeiten deutlich reduzieren.
Je nach Anwendung entwickeln wir Wechselaufnahmen für:
- Koordinatenmessgeräte (KMG)
- optische Messsysteme und 3D-Scanner
- Messarme
- automatisierte Messzellen
Die Auslegung erfolgt abgestimmt auf Bauteil, Messstrategie und vorhandene Schnittstellen. Dadurch entstehen flexible Messlösungen, die sich einfach erweitern und an neue Bauteile anpassen lassen.
Ziel ist nicht für jedes Bauteil ein neues Messsystem, sondern eine wirtschaftliche Nutzung bestehender Messtechnik.
So entsteht Ihre Messaufnahme
ede Messaufnahme wird auf Bauteil, Messaufgabe und eingesetztes Messverfahren abgestimmt. Ziel ist eine Lösung, die reproduzierbare Ergebnisse liefert und sich sicher in den Prüfprozess integrieren lässt.
- Analyse der Messaufgabe
Gemeinsam wird geklärt, welche Merkmale gemessen werden sollen und welche Anforderungen an Genauigkeit, Wiederholbarkeit und Prozess bestehen. - Definition von Bezugssystem und Messstrategie
Festlegung von Fixierpunkten, Lagebezügen und Messpunkten als Grundlage für eindeutige und reproduzierbare Messergebnisse. - Konstruktion der Messaufnahme
Entwicklung einer stabilen und fertigungsgerechten Lösung – abgestimmt auf Bauteil, Messmittel und Einsatz im Prüfprozess. - Integration in den Messprozess
Die Messaufnahme wird so ausgelegt, dass Messungen strukturiert und wiederholbar durchgeführt werden können – manuell oder mit definierten Abläufen und unterstützender Messtechnik.
Auch bei unklaren Anforderungen oder komplexen Bauteilen unterstützen wir bei der Definition der geeigneten Messstrategie.
Die passende Messaufnahme für Ihre Anwendung
Reproduzierbare Messungen erfordern eine klar definierte Aufnahme und einen abgestimmten Messprozess. Entscheidend ist, dass Messpunkte, Bezugssysteme und Abläufe eindeutig festgelegt sind und im Alltag zuverlässig funktionieren.
Wir entwickeln Messaufnahmen und Messvorrichtungen, die sich sicher in Ihren Prüfprozess integrieren lassen – von einfachen Lösungen für die Fertigung bis hin zu strukturierten Messsystemen mit definierten Abläufen.
Auch bei komplexen Bauteilen oder unklaren Anforderungen unterstützen wir bei der Definition einer geeigneten Messstrategie.

Ohne eine stabile Messaufnahme sind reproduzierbare Messergebnisse im Serienprozess nicht möglich.
FAQ
Was ist eine Messaufnahme?
Eine Messaufnahme positioniert und fixiert das Bauteil definiert für den Messvorgang. Sie schafft reproduzierbare Bedingungen und bildet die Grundlage für vergleichbare Messergebnisse.
Worin unterscheidet sich eine Messaufnahme von einer Messvorrichtung?
Eine Messaufnahme dient der definierten Bauteilaufnahme und Positionierung. Eine Messvorrichtung integriert zusätzlich Messmittel, Sensorik oder Messelektronik und kann Messwerte erfassen oder automatisiert auswerten.
Für welche Messsysteme entwickeln Sie Messaufnahmen?
Unsere Messaufnahmen werden individuell für Koordinatenmessgeräte (KMG), Messarme, optische Messsysteme, 3D-Scanner sowie automatisierte Messzellen entwickelt.
Wann ist eine RPS-Messaufnahme sinnvoll?
RPS-Messaufnahmen kommen insbesondere im Automotive-Bereich zum Einsatz, wenn Bauteile über definierte Bezugspunkte reproduzierbar positioniert und vergleichbar gemessen werden müssen..
Können bestehende Messsysteme weiter genutzt werden?
Ja. Messaufnahmen und modulare Wechselaufnahmen werden an vorhandene Messsysteme angepasst und können in bestehende Prüf- und Messprozesse integriert werden.
Entwickeln Sie auch Messaufnahmen für komplexe Kunststoff- oder Schweißbaugruppen?
Ja. Wir entwickeln Messaufnahmen sowohl für Einzelteile als auch für Zusammenbaugruppen (ZSB). Dabei berücksichtigen wir Bauteilgeometrie, Werkstoff, Bezugssysteme und die spätere Messaufgabe, um reproduzierbare Messergebnisse zu gewährleisten.
Für Teilefamilien entwickeln wir auf Wunsch modulare Wechselaufnahmen oder Wechselkomponenten, sodass verschiedene Varianten auf derselben Grundaufnahme gemessen werden können. Dadurch reduzieren sich Rüstzeiten, Investitionskosten und der Platzbedarf in der Messtechnik.
Können bestehende Messaufnahmen erweitert oder umgebaut werden?
Ja. Bestehende Messaufnahmen können häufig durch Wechselkomponenten, zusätzliche Aufnahmeelemente oder angepasste Spannkonzepte an neue Bauteilvarianten angepasst werden. Dadurch lassen sich vorhandene Messsysteme weiter nutzen und Investitionen reduzieren.
